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20. Kreuzlinger Ruderfest

Bornhauser Beat 17.09.2019

Promenadenstrasse 50, 8280 Kreuzlingen: mittlerweile ist dies eine für uns Seeclübler bereits recht wohlbekannte Adresse. Hier versammelten wir uns nämlich im Morgengrauen des Samstags, den 7. September 2019. Wir, d.h. Petra (Initiantin und Organisatorin), Heidi, Günter, Beat und  Marcel.  Letzterer verdankenswerterweise eingesprungen als ein mehr als valabler Ersatz in unsere Crew der Wädenswiler Langstreckenruderer.  

Angesagt war die nunmehr bereits 20. Durchführung des Kreuzlinger Rudermarathons. Eine Strecke über gesamt 42 km,  von Kreuzlingen über Konstanz nach Steckborn und wiederum zurück nach Kreuzlingen führend. Organisiert wird dieser Ruderlangstreckentrip jeweils vom Ruderclub Kreuzlingen – dieser dieses Jahr sein 25. Jubiläum feiernd – und vom Ruder-club Steckborn. Die diesjährige Schar von Ruderenthusiasten umfasste 90 Mitruderer, verteilt auf 16 Boote und von ca. 8 – 10 Ruderclubs aus der Schweiz und dem benachbarten Deutschland stammend.  

Die initiale Bootszuteilung, nämlich ein 4 er Riemenboot mit Steuerperson, löste bei uns etwas gemischte Gefühle aus, hatten wir doch mehrheitlich keine so grosse Erfahrung als Riemenruderer. Vor allem nicht über so lange Strecken. So waren wir nicht ganz unglücklich darüber, zu guter Letzt doch noch ein konventionelles C Gig 4x+ zugeteilt zu bekommen.  

So machten wir uns  frühmorgens, bei verhangenem Himmel und  anfänglich schwachen Nieselregen auf den langen Weg. Die Gewässer waren ruhig, die Temperaturen angenehm. Die Ruderstrecke führte uns durch eine landschaftlich sehr  reizvolle Gegend.  Von Kreuzlingen nach Konstanz, durch den Seerhein, auf deutscher Seite entlang dem Naturschutz -gebiet des Wolmatinger Rieds bis Gottlieben. Steuerbordseitig im Dunst verborgen die Insel Reichenau. Idyllische Schilflandschaften zeigten sich uns, wie auch unübersehbare Mengen von Schwänen, die uns ihre Interpretation von Tschaikowskis Schwanensee vorschaukelten. Die Fahr- rinne von Gottlieben bis Ermatingen war geprägt von eigenartigen, hohen Pfählen mit aufgespiessten Körben, wie vielleicht noch von den grossen Mostflaschen bekannt : die sogenannten Wiffen. Man konnte sich mit diesen Wegweisern an die empfohlene Fahrrinne halten. Oder eben auch nicht, je nach Aufmerksamkeit des gerade zuständigen Steuerkünstlers. Recht ähnlich verhielt es sich mit dem ebenso als Fahrhindernis ausgemachten Fischries : in den Seeboden gerammte Holzpfähle in Gruppen, die als Halterung für Unterwasser gelegene  Reisiggeflechte dienen. Diese wiederum sollen Jungfischen Schutz vor Hecht und anderen  Raubfischen bieten. Weiter ging es von Ermatingen nach Mannenbach und Berlingen, oben an der Hangkante war noch das  Schlösschen Arenenberg sichtbar, an seine Napoleonische Vorgeschichte erinnernd. Schliesslich war unser Wendepunkt Steckborn erreicht.  

Irgendwie scheint es einfach in der Ruder DNA zu liegen. So waren auch hier in Steckborn alle  RuderkollegInnen freundlich und äusserst hilfreich beim Auswassern und Lagern der Boote auf dem Gelände vor dem sehr grosszügig dimensionierten Bootshaus. Die gleichen lobenden Worte gelten auch für das offerierte opulente Frühstücksbuffet.  

So gestärkt ging es wieder retour, gegen die Strömung und bei anfänglich noch etwas bewegteren Wasser. Die Steuerperson wechselte jeweils, nur Marcel verharrte  auf seinem Platz und gab unermüdlich seinen Schlag, respektive Takt vor. Damit kamen wir auch recht zügig voran. Schliesslich wiederum im Kreuzlingen angelangt, lief der am Morgen abgespulte Einwasserungsfilm einfach nochmals rückwärts ab. Die lieben Leute des Kreuzlinger Ruderclubs halfen uns dabei tatkräftig. Nach Reinigung der Boote, wie auch unserer doch etwas verschwitzten Leiber unter der Dusche, erwartete uns der vom RCK offerierte, traditionell gute Abschlusslunch im Bootshaus. Speck und Rösti waren auch dabei, sodass wirklich niemand hungrig seine Heimreise antreten musste. Aber erfüllt von einer wiederum sehr schönen Erinnerung an ein rundum gelungenes Ruderfest.  

Danke an alle die mitgemacht haben.